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Fünf Missverständnisse zum Thema Storytelling

Das Erzählen von Geschichten, oder „Storytelling“, gibt es seit Menschengedenken und ist auch heute ein hot topic. Es wird sowohl als Marketingstrategie als auch in der Literatur- und Unterhaltungsbranche eingesetzt. Obwohl Storytelling zunehmend als ein wirkungsvolles Kommunikationsinstrument anerkannt wird, gibt es immer noch Missverständnisse. Im Folgenden räumen wir mit den wichtigsten Irrtümern über Storytelling auf.

by Smart Media Agency BE | August 21, 2023
  1. Storytelling ist nur für Fiktion gedacht 

Eines der größten Missverständnisse zum Thema Storytelling ist, dass es nur für fiktive Geschichten wie Romane, Märchen und Filme gedacht ist. Storytelling kann in jedem Kontext eingesetzt werden: von Geschäftspräsentationen bis zu Markenwerbung, von informellen Gesprächen bis zur Vermittlung von Unternehmenskultur – Storytelling hat einen Platz in allen Aspekten unseres Lebens. Die Verwendung von Geschichten in nicht-fiktionalen Kontexten kann Emotionen wecken, überzeugen und komplexe Ideen für den Zuschauer oder Zuhörer verständlicher machen.

  1. Storytelling ist reine Unterhaltung 

Unterhaltung ist einer der Vorteile des Storytellings, aber es geht weit darüber hinaus. Storytelling ist ein wirkungsvolles Instrument, um eine Botschaft zu vermitteln, Informationen weiterzugeben und Menschen zum Handeln zu bewegen. In der Wirtschaft wird Storytelling zunehmend eingesetzt, um Marken zu stärken, Produkte zu verkaufen und Kunden zu binden. Geschichten schaffen eine emotionale Bindung, sodass sich die Menschen stärker angesprochen fühlen und eher bereit sind, etwas zu tun.

  1. Nur extrovertierte Menschen können gute Storyteller sein 

Ein dritter Irrglaube ist, dass gute Storyteller extrovertierte, charismatische Personen sein müssen, die mühelos vor einem Publikum sprechen können. Das stimmt absolut nicht. Auch wenn extrovertierte Menschen von Natur aus eher dazu neigen, ihre Geschichten zu erzählen, ist Storytelling eine Fähigkeit, die von Menschen aller Persönlichkeitstypen erlernt und entwickelt werden kann. Es geht nicht nur darum, vor einem großen Publikum zu sprechen, sondern auch darum, eine Verbindung auf persönlicher Ebene herzustellen, sogar in Einzelgesprächen.

  1. Jede Geschichte muss ein Happy End haben 

Ein Happy End kann zwar schön sein, aber nicht jede Geschichte muss ein perfektes Ende haben. Das wahre Leben ist voller Höhen und Tiefen, und Geschichten spiegeln diese Komplexität oft wider. Eine Geschichte kann auch ohne Happy End inspirierend sein und den Leser oder Zuschauer dazu anregen, über die Komplexität der menschlichen Existenz nachzudenken, Empathie zu entwickeln und über sein eigenes Leben zu reflektieren.

  1. Storytelling basiert nur auf Emotionen

Ein letzter weit verbreiteter Irrglaube über das Storytelling ist, dass es nur darum geht, Gefühle beim Publikum zu wecken. Obwohl Emotionen eine entscheidende Rolle beim Storytelling spielen, ist es wichtig zu verstehen, dass es nicht bei jeder Geschichte darum geht, eine emotionale Reaktion hervorzurufen. Geschichten können auch lehrreich und/oder informativ sein oder sogar ein komplexes Problem analysieren, ohne stark emotional aufgeladen zu sein. Es ist das Gleichgewicht zwischen Gefühlen und Informationen, welches eine Geschichte stark und einprägsam macht.

Storytelling ist ein vielseitiges und wirkungsvolles Kommunikationsinstrument, das über Fiktion und reine Unterhaltung hinausgeht. Indem sie die richtige Balance zwischen Emotionen, Informationen und Logik finden, können Storyteller ihr Publikum auf authentische und wirkungsvolle Weise fesseln, überzeugen und inspirieren. Ganz gleich, ob Sie eine Geschichte vor einem großen Publikum erzählen oder ein vertrauliches Gespräch im kleinen Rahmen führen, die richtige Geschichte kann einen großen Unterschied machen.

Text von Amaryllis De Bast

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